Pflege-Favorit: Heymountain

17 Nov

Einige von euch werden die Marke sicherlich kennen, andere wiederum nicht. Weil diese Firma meine Pflegeroutine verändert, nein, revolutioniert hat (ja, dramatisch, ich weiß!), wird dieser Post relativ lang. Ich habe euch gewarnt. 😉 Fasten your seatbelts, here we go:

Heymountain ist eine deutsche naturnahe Kosmetikfirma, die ausschließlich online verkauft. Hinter dem Namen Heymountain steht eine mir sympathische Firmenphilosophie, da sie sich bewusst klein halten möchten, damit die Qualität nicht flöten geht. Hoffen wir, dass das so bleibt. 😉 Auf der verlinkten Seite könnt ihr euch die Ansprache gerne einmal durchlesen und schauen, ob ihr von der Produktvielfalt erschlagen werdet oder nicht. Mir ging es am Anfang jedenfalls so. Links in der Sidebar befinden sich alle Produktgruppen aufgelistet und ich dachte mir zunächst Was? Wer braucht denn diesen ganzen Plunder? Ich will doch nur ne schnöde Gesichtscreme! 😄 Zugegeben, es gibt wirklich SEHR viele verschiedene Produkte und Düfte. Man muss somit herausfinden, was für einen „notwendig“ erscheint und was nicht. Bei Kosmetik ist es ja sowieso immer eine Frage der individuellen Bedürfnisse. Manche benötigen z.B. keinen Conditioner, andere wiederum brauchen das reichhaltigste Zeug, das es gibt (*wink* an Franky :D). Franky hat nämlich auch Heymountain ausprobiert, da sie etwas für ihre vom Färben geschundenen Haare gesucht hatte, war aber auf ganzer Linie enttäuscht: 1. Der Duft vom „Groovy Mango“ Conditioner hat ihr GAR nicht gefallen (und damit habe ich es noch milde ausgedrückt^^) und 2. Die Pflege konnte sie auch gar nicht überzeugen. Wir können natürlich nur für uns selbst sprechen, leider muss man wie immer alles ausprobieren. Allerdings hoffe ich, dass ich den Heymountain-Interessierten hier ein wenig Start- und Orientierungshilfe liefern kann.

Ich habe dieses Jahr im Januar zum ersten mal etwas bei HM bestellt und bin seither infiziert. Zunächst begab ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Gesichtscreme. Ich habe Mischhaut, die zu Unreinheiten neigt und brauche deswegen eine gute Pflege. Mit anderen Cremes z.B. von Alverde oder Lavera habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, da das Heilerdefluid von Alverde viel zu viel Alkohol enthält (was man auch ziemlich doll riecht, finde ich) und die Wildrosencreme von Lavera irgendwie einen unangenehmen Film auf der Haut hinterlassen hat. Ich habe mir also zuerst die Hautcreme „Mischmasch“ für 14,50€/50ml bestellt und habe getestet. Was mir zuerst aufgefallen ist, dass die Produkte allesamt sehr kräuterig und natürlich duften. Kein Vergleich zu den Produkten, die ich von Alverde kannte! Das war allerdings am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da ich den Duft nicht zu 100% mochte, was für mich aber völlig okay war, da die Pflegewirkung einfach für sich gesprochen hat. Derzeit verwende ich die „Happy Face“ Gesichtscreme für 22€/50ml und bin ebenso zufrieden. Sie ist noch ergiebiger als die „Mischmasch“. Die Cremes für’s Gesicht ziehen allesamt schnell ein und hinterlassen bei mir eine weiche und gepflegte Haut. Ich finde das Hautgefühl unheimlich gut und wenn ich vorher eigentlich fast nie Gesichtscreme verwendet habe, fehlt es mir heute nach dem Waschen des Gesichts, falls ich es irgendwie vergessen sollte. 😉

In Benutzung habe ich momentan diverse Duschgels, Shampoos, Seifen, Hair Creams, Conditioner und eine Body Cream. Der Reiz von Heymountain ist für mich die außergewöhnliche Duftkomposition, die man bei jedem Produkt geboten bekommt (alle Düfte mag ich selbstverständlich auch nicht) und die Natürlichkeit der Düfte. Es riecht nicht wie aus dem Reagenzglas. Ich habe für euch exemplarisch ein paar Produkte rausgesucht, die ich regelmäßig in Benutzung habe.

DSC_3868Hier hätten wir ein Duschgel aus der Weihnachtskollektion mit dem hübschen Namen „Citizen Cake.“ Auf der Flasche und auf der Website steht, dass es nach Apfelstrudel duften soll – wie bei Oma. 😉 Ich war neugierig auf den Duft, da ich Apfeldüfte aus der Drogerie immer nur als eine recht unangenehm künstliche Komposition kenne. Doch „Citizen Cake“ hat mich auf ganzer Linie überrascht, da der Duft 1. wirklich Apfelstrudel ziemlich nah kommt und 2. der Duft sogar länger auf der Haut bleibt. Eine zimtige Note begleitet mich den restlichen Tag, was ich als totaler Zimtfan absolut toll finde. ^^ Heymountain beschreibt das Produkt so:

Der warme, heimelige Duft von Oma´s frischem Apfelkuchen scheint nicht nur in der kalten Jahreszeit beliebt zu sein. Zumindest bei unseren Kunden, die mitten im Sommer mit Nachdruck nach diesem Duschgel verlangt haben. Kann man sich bessere Kunden wünschen, als solche, die einem sagen, was sie wollen? Kaum, und deshalb gibt es das wunderbar pflegende Citizen Cake Duschgel auch dieses Jahr rechtzeitig zur nahenden Winterzeit.

Zusätzlich werden zu jedem Produkt immer die Inhaltsstoffe aufgelistet:

Aqua, Coco Glucoside, Disodium Cocoyl Glutamate, Sodium Cocoyl Glutamate, Sodium Coco Sulfate, Lauryl Glucoside, Lactic Acid, Glyceryl Laurate, Olea europaea fruit oil (Olivenöl), Brassica campestris oil (Rüböl), Lecithin, Parfüm, Citrus aurantium dulcis oil (Blutorangenöl), Punica granatum seed extract (Granatapfelsamen), Acacia decurrens flower extract (Mimosen Absolue), Jasminum officinale extract (Jasmin Absolue), Polianthes tuberosa extract (Tuberosen Absolue), Rosa damascena extract (Rosen Absolue), Vanilla planifolia extract (Vanille Absolue), Benzyl benzoate*, Benzyl alcohol, Cinnamal*, Citral*, Citronellol, Coumarin, Eugenol*, Geraniol, Limonene*, Linalool*, Potassium Sorbate, Xanthan Gum, Cl 13015, Cl 42051. *Aus natürlichen ätherischen Ölen. VEGAN.

Für mich liest sich das alles sehr gut, da ich auch darauf achte, nicht zu viel Alkohol in meiner Pflege zu haben, weil sie meine Haut austrocknet. Nun, es ist ein Duschgel. Ich erwarte keine Wunder bei der Reichhaltigkeit und Pflege, aber es tut seine Arbeit und ich dufte danach ganz toll. Das ist für mich eigentlich maßgeblich. Was kostet der Spaß? 13€/200ml. Um es jeden Tag beim Duschen zu verwenden, ist es wahrscheinlich zu teuer, aber man kann ja abwechseln. 😉

Neben „Citizen Cake“ seht ihr ein Goodie, das ich auf Wunsch zu meiner Bestellung bekommen habe, da ich den Duft „Wonderful Tonight“ gerne einmal testen wollte. Das Shampoo heißt „In the Hair Tonight“ und duftet floral. Ich kann den Duft schlecht beschreiben, aber ich finde ihn ganz gut, würde mir aber kein Produkt mit dem Duft „Wonderful Tonight“ kaufen. Da gibt es weitaus bessere Düfte für meinen Geschmack. Die Shampoos von Heymountain sind allesamt sehr sehr sehr mild. Man wird seine Probleme haben, wenn man bisher Shampoos mit schärferen Tensiden gewöhnt war. Zudem schäumen die Shampoos nicht so extrem wie die der konventionellen Kosmetik. So geht oder so ähnlich ging es mir jedenfalls. Wenn man bereits Naturkosmetik gewöhnt ist, ist die Umstellung nicht so dramatisch. Mit den Shampoos von Heymountain komme ich auch nicht unbedingt perfekt zurecht, aber ich habe scheinbar einfach einen doofen Kopf. 😀 Ich shampooniere einfach zweimal. Ich mag die Düfte und nutze sie abundan, kaufe mir aber nicht bewusst ein Shampoo, damit meine Haare seltener fetten oder so.

DSC_3869Auf diesem Bild seht ihr ganz oben die „Cotton Candy“ Body Cream, links darunter die „Cocobelle“ Haircream und rechts daneben die „Happy Face“ Gesichtscreme für normale bis Mischhaut. Was eine Bodycream tut, ist ja selbsterklärend. Ich finde sie jedenfalls toll in der Pflege und im Duft. Sie zieht schnell ein, hinterlässt einen tollen Zuckerwatteduft, der nicht pappsüß, sondern eher frisch-karamellig riecht und meine normale Haut am Körper optimal pflegt.

Was soll man nun mit einer Hair Cream? Tja, das habe ich mich auch gefragt. ^^ Sie wird jedenfalls sparsam verwendet: Ich nehme immer eine erbsengroße Portion mit dem Zeigefinger auf und verteile die Creme dann in meinen Handinnenflächen, um dann damit meine trockenen oder noch leicht feuchten Haare zu behandeln. Ich gebe „Cocobelle“ in die Längen und die Spitzen. Die Creme beduftet die Haare ganz fantastisch mit einem Kokos-Vanille-Duft, den ich persönlich unwiderstehlich finde, wenn man auf Vanille abfährt. 😉 Zusätzlich pflegt die Creme die Haare und macht sie auch leichter kämmbar. Hair Creams kosten zwischen 13 und 18 €/50ml. „Cocobelle“ hat mich 16,50€ gekostet. Das Pöttchen ist noch fast voll, da ich die Creme vielleicht 1 Mal in der Woche verwende. Meine Haare sind zum Glück nicht sonderlich trocken oder strapaziert, so dass ich die Creme zur Pflege wahrscheinlich gar nicht bräuchte. 😉

Wow, wenn ihr bis hier hin durchgehalten habt, ziehe ich den Hut vor euch. 😀 Jetzt kommt mein Schlusswort. 😉

Wieso ich euch diesen doch ziemlich teuren Shop vorgestellt habe? Man kann nirgends zur Probe schnuppern, was ein ziemlich hohes Risiko darstellt und für den Preis denkt man sowieso zehn Mal darüber nach, ob man die Bestellung mit 25€ Mindestbestellwert raushaut. Heymountain stellt ein romantisiertes Bild vom kleinen Team mit dem Kochlöffel über den Kupferkesseln ins Netz. Sie nennen die Produktionsstätte liebevoll den Heuberg, in den Paketen befindet sich als Füllmaterial das Heu vom Nachbarhof. Einmal die Woche werden die Pakete abgeholt, da Nusplingen so ziemlich am Arsch der Welt liegt. 😀 Im Kundenforum finden sich zudem einige Exemplare, die eine ungesunde Anzahl von Heymountain-Produkten im Bad (und sonstwo) untergebracht haben. Wieso Heymountain?

Weil es toll ist. ♥_♥ Jap, das Marketing hat mich – und ich bin ehrlich – auch tatsächlich davon überzeugt, dass Heymountain die Welt ein kleines bisschen besser macht und meine Haut auch – aber ein ganz großes Stück! 🙂

unterschriftblog_missoswin

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5 Antworten to “Pflege-Favorit: Heymountain”

  1. mintymilky 17. November 2013 um 13:13 #

    Ein langer, aber interessanter Post (und ja, ich habe alles gelesen – bis auf die INCI, hehe). Von Heymountain habe ich das erste Mal von RedDahlia (?) auf Youtube gehört. Mich sprechen die Produkte und die Idee, die dahintersteckt, an, allerdings habe ich mir aufgrund des Preises noch nichts gegönnt 😉 Eines Tages vielleicht.. die Duftrichtungen klingen jedenfalls superlecker! ❤

    • missoswin 18. November 2013 um 15:15 #

      Freut mich, dass dir der Post gefallen hat. 🙂 Ich hab auch erst lange lange überlegt, bis ich mal bestellt habe. Hatte glaube ich einen Teil meines Geburtstagsgeldes verbraten damals. Dann bin ich hängen geblieben. Überleg es dir gut. ^^

  2. frankzillatortron 18. November 2013 um 17:49 #

    Hey Missoswin,

    ich muss zur Verteidigung von Heymountain vorbringen, dass ich wirklich sehr sture und vorbelastete Haare habe. Die Gesichtspflege habe ich noch nicht probiert. Im Großen und Ganzen finde ich solche Läden unterstützenswert 🙂

    Der Artikel ist klasse geschrieben 🙂

  3. Claudia 18. November 2013 um 20:36 #

    Hey hey,

    also ich kenne HM auch mittlerweile etwas besser, hab ja schon auch dazu gepostet, muss aber ehrlich sagen, mich ärgert die Haltbarkeit. Mir sind mehrere Produkte in kurzer Zeit gekippt. Ärgerlich. Und das Haarshampoo das ich gerade teste verwandelt leider meine Haare in ein Filzknäuel.
    Trotzdem denke ich immer wieder drüber nach zu bestellen, weil ich eben auch die Firmenphilosophie total mag und das gerne mehr unterstützen würde.
    Na, mal sehen, vielleicht mach ich irgendwann nochmal einen kleinen Test, bis dahin hab ich noch Cremes von HM 🙂
    Grüßle
    Claudia

    • missoswin 18. November 2013 um 22:35 #

      Hi Claudia,
      hui, du hast ja schon eine ganze Sammlung an HM-Beiträgen! Cool 🙂
      Mir ist zum Glück noch gar nichts gekippt. :/ hatte sogar Glück mit den Conditionern, obwohl ich in dem Forum gelesen hatte, dass viele damit auch Probleme hatten. Alle Sachen kann man auch nicht uneingeschränkt weiterempfehlen, das hab ich ja auch hoffentlich deutlich gemacht im Beitrag. 😀
      Es gibt aber auch noch andere gute NK-Shampoos als HM 😉
      Danke für deinen ausführlichen Kommentar. 🙂

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